Das Schützenwesen blickt neben seinen sportlichen Erfolgen, wie in kaum einer anderen Sportart, auf eine lange und bedeutsame Tradition und deren Pflege zurück. Dieses geht bis ins späte Mittelalter zurück, als die Schützen noch die Aufgabe hatten, Bürgerinnen und Bürger gegen Gefahren von außen zu verteidigen.

Der Schützenverein in seiner heutigen Form entstand im frühen 19. Jahrhundert im Gefolge der napoleonischen Kriege. Ihre Ursprünge haben sie in mittelalterlichen Städten, z. B. in der Karlsschützengilde in Aachen und den Nürnberger Schützengesellschaften. Älteste urkundliche Erwähnungen von Schützengilden stammen aus dem Jahr 1139 aus Gymnich und 1190 aus Düsseldorf.

Auf Grund der geschichtlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland, entwickelten sich die Schützenvereine zunehmend zu Sportvereinen. Der Deutsche Schützenbund gegründet im Jahre 1861 und wieder gegründet 1951, ist in 20 Landesverbänden organisiert. Dieser organisierte sich erfolgreich in den entsprechenden internationalen Dachverbänden und entwickelte sich zur sicheren Medaillenbank bei Olympischen Spielen. Außerdem übernahm er maßgeblich die Ermöglichung und Beaufsichtigung eines geregelten sportlichen Schießbetriebes nach dem Waffengesetz. Derzeit sind im Deutschen Schützenbund ca. 1,35 Millionen Schützen in über 14.200 Vereinen organisiert.

Im Dezember 2015 verkündete die Kultusministerkonferenz in Deutschland, dass das Schützenwesen als Kulturformen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wird. Am 11. März 2016 erfolgte die Auszeichnung im Sinne des Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO.

Die Schützengemeinschaft Norderstedt e.V. veranstaltet jedes Jahr Ende August seinen traditionellen Königsschuss. Hier werden das neue Königspaar und sein Gefolge ermittelt.

Die Proklamation findet dann Anfang September im Rahmen eines großen Schützenfrühstücks statt, zu dem viele Gäste aus befreundeten Vereinen, der Feuerwehr, Politik und Verwaltung eingeladen sind. Hier erhalten König und Königin ihre Königsketten sowie die Zofen und Ritter ihre Insignien überreicht.  

Die sogenannte Königsrotte vertritt dann den Verein für ein Jahr über die Grenzen des Kreises Segeberg hinaus auf verschiedenen Bällen, Schützenfesten und Umzügen.

Am jeweils dritten Sonnabend im März findet dann der öffentliche Königsball der amtierenden Majestäten statt, die dort gemeinsam mit vielen Gästen den Höhepunkt ihres Königsjahres feiern.

Die Majestäten der Schützengemeinschaft Norderstedt e.V. mit ihrem Gefolge sowie die Königsrotten des Schützenvereins Garstedt e.V. (1957 – 1980) und der Schützengilde Friedrichsgabe e.V. (1967 – 1980), vor der Fusion zur Schützengemeinschaft Norderstedt e.V., können hier nachgelesen werden.

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